Telematik schützt die Wälder

Telematik schützt die Wälder

Einmal im Jahr im Wintersemester realisiert die Seminargruppe Telematik Master in ihrem 3. Fachsemester ein umfangreiches Projekt, das aus Software, Hardware und Kommunikationstechnik besteht. Dies sind ja die Grundkomponenten telematisch Systeme.

Im WS 2018/2019 ging es um die Waldbrand-Erkennung: Die Studierenden bekamen die Aufgabe, ein luftgestütztes System für die Überwachung von bis zu 10 Quadratkilometer großen Waldgebieten zu entwickeln, das über verschiedene Sensoren nach Anzeichen für Brände sucht.

Herausgekommen ist dabei ein “fliegendes Sensor-Netzwerk” (oder “Modular Mesh Sensor System”), das mit Multikoptern als Fluggerät arbeitet. Moderne Multikopter sind in der Regel in der Lage, bestimmte Kurse abzufliegen. Die Lösung der Studierenden der TM17 beinhaltete die Sensor-Nutzlast der Multikopter inkl. lokalem Steuer-Rechner, eine mobile Bodenstation zur Visualisierung der aktuellen Systemzustände per Virtual Reality, smarte Algorithmen zur optimalen Abdeckung der Fläche sowie Notfall-Konzepte für den Fall, dass Teile des Systems ausfallen sollten.

Die Sensor-Nutzlast kann Bilddaten auswerten die z.B. Rauchwolken oder Feuer erkennen, sowie Gas- und Temperatur-Sensoren berücksichtigen. Im Falle der Alarmierung kann der Wachhabende an der Bodenstation einen mit kompletter Sensorik ausgestatteten Mutlikopter zum vermuteten Brandort fliegen lassen und so über Live-Bild-Daten selbst entscheiden, ob ein echter Alarm vorliegt.

Perspektivisch könnte dieses System auch noch lernfähig gemacht werden (“KI”, “machine leraning”), um immer treffsicherer bei der Branderkennung zu werden.

Eine genaue Beschreibung des Projektes stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.

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